Wir setzen uns für die gemeinsame Schule für alle ein.

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Solidaritätstexte

Solidaritätsadressen/Texte

 

Prof. Dr. Matthias von Saldern:

 

Warum Eine Schule für alle?

 

Veränderungen sind dann notwendig, wenn sich die Anforderungen verändern. Trotzig auf ein inzwischen überholtes System zu setzen, ist  leistungsfeindlich und nicht zielführend. Handlungsleitend sollte unser  Grundgesetz sein: Benachteiligungsverbot, sozialer Rechtstaat und  Leistungsprinzip sind die tragenden Säulen einer demokratischen  Gesellschaft.

 

Was aber kennzeichnet unser hochselektives System?

- ein Drittel der Schülerinnen und Schüler nehmen Nachhilfe in Anspruch, sofern deren Eltern es sich leisten können,

- männliche Schüler, vor allem Migranten, sind die Verlierer eines Systems, weil zu früh selektiert wird,

- ein Viertel eines Jahrgangs hat eine „verzögerte Schullaufbahn“ (Sitzen bleiben, Abschulung usw.), was zu erheblichen Kosten führt,

- ca. 10% der Schülerinnen und Schüler (bei Migranten 15%) verlassen die Schule ohne Abschluss,

- der Anteil von Akademikerinnen und Akademikern ist zu gering,

- Deutschland ist Weltmeister in der sozialen Selektion. Das Leistungsprinzip wird damit torpediert. Deutschland baut ganz im Gegenteil Parallelgesellschaften auf.

 

Viele Veränderungen in unserer Gesellschaft werden immer wieder durch den Druck, den die Globalisierung ausüben soll, begründet. Erstaunlicher Weise scheint dies für Schulreformen nicht zu gelten. Schaut man sich aber die erfolgreichen Nationen an, so wird man schnell feststellen, dass hier die Schülerinnen und Schüler lange gemeinsam unterrichtet werden. Es scheint, dass nur Deutschland den richtigen Weg kenne, alle anderen machen es wohl falsch.

 

Interessanter Weise findet man immer pädagogikfremde Berufsgruppen, die die Nachteile eines selektiven Systems für die Volkswirtschaft eingängig beschreiben. Zudem ist die Grundannahme des selektiven System (Lerngruppen müssen homogen sein) ein Irrtum, der seit 150 Jahren in vielen Köpfen fest verankert ist, aber sich immer wieder als Hirngespinst erweist.

 

Es gibt viele weitere Gründe, sich für eine Schule einzusetzen, die die Schülerinnen und Schüler fördert und fordert. Den Weg dahin hat Immanuel Kant vor langer Zeit beschrieben: „'Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

 

Liebe Grüße

M.v.Saldern

 

Prof. Dr. Matthias von Saldern

Universität Lüneburg

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Prof. Dr. Erika Brinkmann:

Ich unterstütze dern Aufruf gerne, da mir das Positionspapier des "Runden Tisches Gemeinschaftsschule Berlin" in allen seinen Punkten mit den jeweiligen fachlichen Begründungen sehrn einleuchtet und diese für die zukünftige Schulentwickluing von wesentlicher Bedeutung sein sollten!

 

Prof. Dr. Erika Brinkmann

Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Dekanin der Fakultät II

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Prof. Dr. Georg Lind:

Ich begrüße die Ziele der Initiative Länger gemeinsam lernen und des Runden Tischs Gemeinschaftsschule Berlin. Die Lernforschung zeigt eindeutig: Je größer die soziale und kulturelle Vielfalt in einer Lerngruppe, umso größer und vielfältiger ist der Lernerfolg für jeden einzelnen und für die Gesellschaft. In einer Gemeinschaftsschule können sich Kinder aus diversen kulturellen und sozialen Milieus gegenseitig zum Lernen vielfältiger Dinge anregen. Das gemeinsame Lernen erzeugt zwanglos einen gemeinsamen Bildungskanon und fördert dazu noch Individualität und Kreativität. Das Wichtigste aber ist, dass nur das gemeinsame Lernen die moralische Urteils- und Diskursfähigkeit stimuliert, die für die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft unerlässlich ist. Die Selektion nach biologischen und sozialen Kriterien in unserem vielgliedrigen Schulsystem bedeutet nicht nur menschunwürdige Apartheid, sondern behindert auch das fachliche und mehr noch das demokratische Lernen. Wir leiden nicht an einem Mangel an moralischen Prinzipien, sondern an der Unfähigkeit, diese im Alltag umzusetzen. Diese Fähigkeit aber können Kinder nicht durch Lehrpläne und erbauliche Texte, sondern nur im unbehinderten Diskurs miteinander erwerben.

 

Prof. Dr. Georg Lind

Psychologe und Bildungsforscher an der Universität Konstanz und Moralisch-demokratisches Lernen Institut

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Bernd Siegel, Oldenburg:

Solidaritätsadresse an den "Runden Tisch Gemeinschaftsschule Berlin"
in der Anlage.
Mit freundlichen Grüßen

Bernd Siegel

Vorsitzender des Stadtelternrates Oldenburg

Mitglied im Landeselternrat und Landesschulbeirat Niedersachsen

Mitglied im Arbeitskreis Niedersächsischer Gesamtschulinitiativen
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Dr. Brigitte Schumann, Bielefeld:

Anbei meine Unterstützung für Euer Modell einer Gemeinschaftsschule.
Mit solidarischen Grüßen

Brigitte Schumann

Erziehungswissenschaftlerin und Bildungsjournalistin
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Prof. Dr. Hans Brügelmann, Siegen:
Angesichts mancher Aufgeregtheit in der bildungspolitischen Diskussion über die zukünftige Struktur des Schulwesens empfinde ich das Positionspapier des "Runden Tisches Gemeinschaftsschule Berlin" als wohltuend sachbezogen und fachlich gut begründet. Ich unterstütze deshalb den Aufruf und hoffe auf eine konstruktive Reaktion der Berliner Bildungspolitik und auf eine breite Resonanz über Berlin hinaus.
Hans Brügelmann.
Professor für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Siegen
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Gaby Bailey (Irland):

Nach 11 Jahren Erfahrung mit den irischen Comprehensive Schools begrüße ich Ihre Initiative sehr. Eine Veränderung des deutschen Schulsystems im Sinne von mehr Chancengelichheit ist dringend geboten.

Mit freundlichen Grüßen aus Irland

Gaby Bailley

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Prof. Dr. Hans Werner Heymann, Siegen:
Ich begrüße die Initiative des "Runden Tisch Gemeinschaftsschule Berlin" sehr und erkläre mich als bildungspolitisch engagierter Erziehungswissenschaftler gern solidarisch mit dem verdienstvollen Bemühen, konkrete Schritte zu tun in Richtung auf ein zukunftsfähiges und sozial gerechteres Bildungssystem in Deutschland.

Hans Werner Heymann
Prof. Dr. Hans Werner Heymann
FB 2 der Universität Siegen
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Prof Dr. Stephan Höyng, Berlin:
Sehr geehrter Herr Sack,
Ihren Einsatz dafür, dass auch im Land Berlin das gegliederte Schulwesen zugunsten eines inklusiven Schulsystems überwunden wird, möchte ich unterstützen.
Ich erkläre meine Zustimmung zum Aufruf  "Für eine gemeinsame Schule für alle!" und, auch wenn ich dort gegenwärtig keinerlei Verpflichtungen übernehmen kann damit zugleich auch die Zugehörigkeit zum "Runden Tisch Gemeinschaftsschule Berlin".

mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Stephan Höyng
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
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